Dokumentation zur Fachtagung erschienen

 

Begleitservices sind ein wichtiger Beitrag, Mobilität und soziale Teilhabe älterer oder gehbehinderter Menschen zu unterstützen. Das „Bundesweite Netzwerk der Begleitservices im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)“ hatte sich im Februar 2018 in Saarbrücken zu seiner zweiten Fachtagung getroffen, um über die gewachsenen Anforderungen und die weiteren Perspektiven von Begleitdiensten im Öffentlichen Personennahverkehr zu diskutieren. Die Ergebnisse der Tagung stellt nun das Saarbrücker iso-Institut in einer Broschüre vor.

Im Zentrum der Tagung standen dabei die Möglichkeiten sozialer Teilhabe in alternden Gesellschaften durch einen zusätzlichen Service für Fahrgäste im ÖPNV. Darüber hinaus ging es um Perspektiven, die sich durch eine Einbindung arbeitsmarktpolitischer Instrumente für den Öffentlichen Personennahverkehr und für Langzeitarbeitslose ergeben könnten. Im Rahmen der Fachtagung verabschiedete das Netzwerk ein Positionspapier mit dem Ziel, Politik und Arbeitsverwaltung auf allen Ebenen eine Kooperation anzubieten.

 

Das Netzwerk fordert, Begleitservices im ÖPNV regelmäßiger und selbstverständlicher bei den Maßnahmen der Jobcenter zu berücksichtigen. Die Existenz eines Begleitdienstes darf nicht immer wieder von Veränderungen arbeitsmarktpolitischer Programme und Maßnahmen abhängig sein und dadurch ganz oder teilweise in Frage gestellt werden. Das Ziel sollte eine kontinuierliche finanzielle und personelle Ausstattung und Infrastruktur sein, um langfristig planen zu können. Begleiter stellen eine wichtige Unterstützung für ältere oder gehbehinderte Menschen dar. Sie müssen deshalb dauerhaft und nicht nur für bestimmte Zeiträume in einer Maßnahme beschäftigt sein.

 

Die Tagung richtete sich an Verkehrsverbünde und Vertreter aus Städten und Kommunen, in denen Begleitdienste angeboten werden, sowie an Interessenvertreter älterer und behinderter Menschen, Vertreter von Politik und Verwaltung, Jobcentern, Verkehrsbetrieben und Ehrenamtlichen. Die Tagung, an der mehr als 120 Personen teilnahmen, wurde vom Saarländischen Verkehrsverbund (saarVV) und dem Saarbrücker Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso) im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes „mobisaar – Mobilität für Alle“ organisiert. Darüber hinaus wirkten der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH aus Berlin (VBB), die Rheinbahn AG aus Düsseldorf und der Katholische Männerfürsorgeverein e.V. aus München mit, die teilweise schon seit über zehn Jahren Begleitdienste anbieten und zu den tragenden Säulen des Netzwerks gehören.

Die Tagungsdokumentation können Sie sich hier herunterladen.

Pressemitteilung 

Text |  21.02.2018 |  Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V., Saarbrücken

Interview: "2019 ist das Saarland komplett abgedeckt"

Audio | 21.02.2018 | Dauer: 00:03:10 | SR 3 - Interview: Christoph Grabenheinrich

Für Menschen, die in ihrer körperlichen Mobiliät eingeschränkt sind, kann auch die Nutzung von Bus und Bahn zu einem Problem werden.

 

Um sie zu unterstützen, gibt es das Projekt "mobisaar". Sie stellen Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung auf Anfrage Mobiliäts-Lotsen zur Seite.

 

Beleitservice-Experten aus der ganzen Bundesrepublik sind am 21. Februar in Saarbrücken zu einer Tagung zusammengekommen. Mitveranstalter ist  Prof. Dr. Daniel Bieber vom iso-Institut. Im SR 3-Interview spricht er über die Bedeutung eines solchen Begleitservice.

VdK-Zeitung 

Begleitdienste besser finanzieren |  01.04.2018 

LAG PRO EHRENAMT

Ein Umdenken und neuer Ansatz ist dringend geboten | Riesiger Zuspruch für die mobisaar-Tagung und ein deutliches Positionspapier

mobisaar.de

2. bundesweite Fachtagung der Begleitservices im Öffentlichen Personennahverkehr in Saarbrücken

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